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Du lernst: die Einstellungen unter „Bedienungshilfen“ auf dem iPhone anpassen
Du benötigst: Einige Funktionen, wie die „Eigene Stimme“, setzen ein iPhone 12 oder neuer voraus.
Apple hat Barrierefreiheit nie als Nischenfunktion verstanden, sondern als festen Bestandteil seiner Geräte. Viele der Funktionen unter „Einstellungen“ > „Bedienungshilfen“ richten sich zwar an Menschen mit besonderen Bedürfnissen, erweisen sich im Alltag aber für praktisch jeden als nützlich. Oft sind es genau diese Optionen, die ein iPhone deutlich angenehmer, sicherer oder einfacher zu bedienen machen.
So lässt sich ein iPhone beispielsweise bewusst vereinfachen, wenn es von einer Person mit Demenz genutzt wird. Oder du aktivierst die „Fahrzeug-Bewegungshinweise“, um Reiseübelkeit beim Blick auf den Bildschirm im Auto zu reduzieren. Auch wer keinerlei Einschränkungen hat, profitiert von vielen dieser Werkzeuge – sei es durch besser lesbare Inhalte, klarere Audioausgabe oder alternative Eingabemethoden.
Der Bereich „Bedienungshilfen“ steckt voller Funktionen, von denen viele Nutzer gar nicht wissen, dass es sie gibt. Damit du dich darin nicht verlierst, bietet Apple eine praktische Suchleiste, mit der du direkt zur gewünschten Einstellung springen kannst.
Die Bedienungshilfen sind in mehrere Kategorien gegliedert: „Sehen“, „Hören“, „Motorik“, „Sprechen“, „Zubehör“, sowie einen allgemeinen Bereich. Die Übergänge sind dabei bewusst fließend: Viele Funktionen lassen sich auf unterschiedliche Weise erreichen oder kombinieren. Genau das macht sie so flexibel.
Ob iPhone oder iPad – diese Werkzeuge sind dafür gedacht, sich an dich anzupassen, nicht umgekehrt. Wer sich die Zeit nimmt, sie auszuprobieren und feinzujustieren, entdeckt oft kleine Verbesserungen mit großer Wirkung. Am Ende geht es nicht um Einschränkungen, sondern darum, dass dein Gerät dir Arbeit abnimmt.

Du findest auf all deinen Apple-Geräten ähnliche Menüs – inklusive der praktischen Suchfunktion. Hast du eine Bedienungshilfe auf dem iPhone gefunden, die dir zusagt, lässt sie sich auf Mac und iPad schnell wiederfinden und anpassen. Unter „Einstellungen > Bedienungshilfen > Einstellungen für Bedienungshilfen teilen“ kannst du die gewählten Bedienungshilfen mit der Option „Mit iCloud synchronisieren“ sogar online sichern, sodass andere Geräte sie automatisch übernehmen. Das spart viel Einrichtungszeit, vor allem nach einem Neukauf. Funktionen werden dann etwa vom iPhone auf das iPad gespiegelt, ohne dass du alles erneut konfigurieren musst.
Schritt 1
Der Bereich „Sehen“ bündelt Optionen für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen, darunter Schwebender Text, Zoom und VoiceOver. Außerdem kannst du hier die Textgröße ändern und ihn so anpassen, dass er für dich besser lesbar ist.
Schritt 2
Du kannst dein iPhone ganz ohne Berührung bedienen: Unter „Physisch und motorisch“ findest du Funktionen zur Augen- und Kopfsteuerung. Zudem kannst du Face ID und – bei neueren Modellen – die Seitentaste anpassen.
Schritt 3
Der Bereich „Hören“ bietet Untertitel und weitere Hilfen für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen. Hier findest du auch „Hintergrundgeräusche“, die dezente Umgebungsgeräusche abspielen und beim Konzentrieren helfen.
Schritt 4
Unter „Sprechen“ kann dein iPhone für dich sprechen. „Live-Sprachausgabe“ liest eingegebenen Text mit einer ausgewählten Stimme vor. Du kannst häufig genutzte Phrasen hinterlegen – oder sogar deine eigene Stimme verwenden.
Schritt 5
Im Bereich „Zubehör“ richtest du alles ein – von Kopfhörern bis zur Tastatur. Unter „Tastaturen & Texteingabe“ findest du zahlreiche Optionen speziell für Tastaturen, außerdem lassen sich AirPods oder Beats individuell anpassen.
Schritt 6
Unter „Allgemein“ findest du Anpassungen für Siri, Apps und den Unterstützenden Zugriff, der Apps vergrößert und die Anzeige vereinfacht. Außerdem kannst du deine Bedienungshilfen über iCloud auf andere Geräte übertragen.
Schritt 1
Manchmal geht ein Anruf ein, während der Arbeitsfokus aktiv ist. Um ihn nicht zu verpassen, aktiviere unter „Audio & Visuell“ die Option „Bei Hinweisen blinken“ und wähle, ob der Blitz oder der Bildschirm aufleuchten soll.
Schritt 2
Mit „Eigene Stimme“ erstellt dein iPhone aus kurzen Sprachaufnahmen ein persönliches Stimmprofil. Mit diesem kannst du dir Texte und Mitteilungen in einer Stimme anhören, die deiner eigenen möglichst nahekommt.
Schritt 3
Du kannst die Oberfläche mit „Unterstützender Zugriff“ vereinfachen, indem du die Anzahl der Apps begrenzt und Inhalte leichter antippbar machst. Nutzen andere dein iPhone, sperre es mit „Geführter Zugriff“.

Wenn jemand bei der Mac Life Ordnung ins Chaos bringt, dann ist es Sven T. Möller – und das gleich in doppelter Hinsicht. Als Layouter gibt er jeder Ausgabe ihre unverwechselbare Gestalt, als Redakteur sorgt er dafür, dass Apple-Themen mit der nötigen Tiefe behandelt werden. Sven ist seit Mitte der 2000er Jahre an Bord und damit eines der echten Urgesteine des Teams. Smarthome beschäftigt ihn als Eigenheimbesitzer mit besonderer Ernsthaftigkeit – und gelegentlich auch Frustration. Außerdem ist er mit Leidenschaft Musikhörer, wobei „hören“ bei Sven gerne auch als „beschallen“ interpretiert werden darf: Tests etwa für Bluetooth-Lautsprecher verantwortet er, frei nach dem Motto „je größer und lauter, desto besser“. Sven ist Mitbegründer und Co-Host des Apple-Podcasts Schleifenquadrat.
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